Spotlight On: Ana Bernal – Alumna International Brand Communication M.A.

Ana Maria Bernal Suárez

Graduierung
September 2018

Studiengang
International Brand Communication M.A.

Titel der Abschlussarbeit
The importance of being trained in visual rhetoric to understand award-winning print ads in developed and developing countries


Hallo Ana, was hast du seit deinem Abschluss an der Brand Academy getrieben?
Es ist ziemlich viel passiert. Vor meinem Abschluss begann ich ein Content Management Praktikum bei der NAGA Group, einem deutschen Fintech-Unternehmen. Nach 3 Monaten Praktikum haben sie mir eine Vollzeitstelle als Junior Marketing Manager angeboten. Dort habe ich als Social Media- und Content-Managerin gearbeitet, und mich auch mit Webkonzeptualisierung und Usability-Research befasst. Leider war 2018 für das Unternehmen kein gutes Jahr, im Januar schlossen sie deshalb das Hamburger Büro. Februar bis Mai waren für mich harte Monate. Die Stellensuche ist schwierig, wenn man sich nicht im eigenen Land befindet und kein Muttersprachler ist. Nachdem ich mich auf unzählige Positionen beworben hatte und bei mehr als 30 Bewerbungsgesprächen war, bekam ich zum 1. Juli eine Stelle bei Siemens Gamesa, einem der größten Windkraftunternehmen der Welt.

Wo arbeitest du jetzt, wie ist dein Jobtitel und was sind deine Aufgaben?
Im Moment bin ich Kommunikations- und Marketingmanagerin bei Siemens Gamesa. Ich arbeite in der Abteilung für interne Kommunikation und entwickle die digitale Kommunikation. Die abwechslungsreichen Aufgaben, von der Strategie bis zur Kreation, machen mir sehr viel Spaß.

Was ist deine größte Herausforderung im Job?
Ich bin überrascht, wie schwierig es ist, mit Mitarbeitern zu kommunizieren. Eine der größten Herausforderungen ist, das Publikum zu verstehen, da es keine Publikumsforschung gibt. Siemens Gamesa beschäftigt weltweit mehr als 23.000 Mitarbeiter. Das Element der Vielfalt macht es kompliziert, da man ein kulturelles Gleichgewicht finden muss. Daher ist es wichtig, die Bedürfnisse jeder Gruppe von Arbeitnehmern zu kennen und zu versuchen, Lösungen für sie zu finden. Durch die Steuerung der internen Social Media-Kanäle lerne ich die Stimmungen und Meinungen der Mitarbeiter einzuschätzen und kommuniziere sie an das Management.

Was macht dir Spaß an deinem Job?
Nach drei Jahren als Texterin in Werbeagenturen und fast einem Jahr als Marketingmanagerin in einem Unternehmen, ist es interessant, eine weitere Facette der Markenkommunikation zu erleben. In einer internen Kommunikationsabteilung sehe ich, wie Kommunikation für Mitarbeiter funktioniert. Einfacher als die Ansprache von Konsumenten ist das bei Weitem nicht. Der Vorteil ist, dass man eine ziemlich schnelle Reaktion vom Publikum bekommt. Die Zielgruppe sitzt schließlich im Nachbarbüro. Deshalb muss die Kommunikation schnell, einfach und konkret sein. Man will die Zeit seiner Kollegen nicht verschwenden.

Was hast du in der Zukunft vor?
Langfristige Pläne zu machen ist gerade eher schwierig für mich. Ich schaue, wo mich mein Weg hinführt – so bin ich auch zur internen Kommunikation gekommen. Ich möchte in Hamburg bleiben und mehr über interne Kommunikation erfahren, vielleicht werde ich mich auch genauer mit Employer Branding befassen. Bei einer Sache bin ich mir allerdings sicher: Ich möchte weder für Werbeagenturen noch für Marken arbeiten, die sich nicht um den Planeten oder die Nachhaltigkeit kümmern.

Wie siehst du das Studium an der BA im Rückblick?
Die Brand Academy vermittelt, welche Rolle Kreativität, Strategie und Kultur für eine erfolgreiche Markenkommunikation spielen. Dabei ist es egal, ob es sich um B2C-, B2B- oder B2E-Kommunikation handelt. Kreativität um der Kreativität willen ist nichts. In meiner jetzigen Tätigkeit als Marketing- und Kommunikationsmanagerin bei Siemens Gamesa wurde mir klar, wie wichtig diese drei Faktoren sind, um Kommunikation effizient zu gestalten.

Hast du Tipps für Studieninteressierte oder Erstsemester?
Mein Ratschlag ist, so viel wie möglich von der Kultur der Kommilitonen zu lernen. Eines der besten Dinge am Studium an der BA ist die Möglichkeit, einen Hörsaal mit Studenten verschiedener Nationalitäten zu teilen.  Nutzt die Multikulturalität, um gemeinsam zu lernen, wie man mit ihr umgeht. Das kann einem kein Lehrer beibringen. Wer später für eine internationale Marke arbeiten will, arbeitet entweder mit Menschen aus anderen Kulturen zusammen oder schafft Kommunikation für sie.

Was machst du so, wenn du nicht arbeitest?
Ich habe immer gerne persönliche Projekte, bei denen ich meine Ideen und Kreativität auszuleben kann, ohne auf Chefs oder Kunden hören zu müssen. Seit 2014 habe ich den Modeblog „Orange Raccoon“, der sich bis heute weiterentwickelt hat. Im Moment ist es ein Instagram-Account über faire und nachhaltige Mode. Mein Ziel ist, meine Kreativität in einem Thema zu entfalten, das ich liebe. Um Follower-Zahlen geht es mir dabei nicht.